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| Murano Glas - Kleine Geschichte |
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Der Beginn der Geschichte des Glases ist aller Wahrscheinlichkeit um 1300 vor Christus im Mittleren Osten anzusetzen. Und das Glas bleibt für lange Zeit ein seltenes und wertvolles Material. Erst mit der Entwicklung der Technik des geblasenen Glases findet es stärkere Verbreitung in Europa und ist nun nicht mehr nur Wenigen zugänglich. In Venedig wird Ende des VIII. Jahrhunderts von den Römern die Glasbläserei eingeführt und perfektioniert sich bis zu ihrer Blüte in der Renaissance. Venezianische Glasbläser-Meister verfeinern immer mehr ihre Techniken und die Aristokraten Europas statten nach und nach ihre Häuser mit Kristall-Gläsern, Lampen und Geschirr, sowie schließlich mit venezianischen Spiegeln aus. Die Republik Venedig unternimmt alles Erdenkliche, um die Rezepturen ihrer Glasherstellung geheim zu halten. So werden bald die Brennöfen und Glashütten auf die Venedig vorgelagerte Insel Murano transferiert, um die Feuergefahr, aber auch die Möglichkeiten der „Industrie-Spionage“ einzudämmen. Auch werden den Glasbläser-Meistern und ihren Familien, um sie an die Insel zu binden, Privilegien zugestanden, die bis dahin nur Patrizier-Familien genossen hatten. Allerdings enstehen nach und nach neue Brennöfen und Glashütten in ganz Europa und die Konkurrenz treibt die Venezianische Produktion in eine Krise. Erst im 19.Jahrhunderts erlebt die Glasherstellung in Murano eine Wiederbelebung – u.a. dank der Forschungen des Abts Vincenzo Zanetti und der Mosaiken-Produktion der Firma Salviati, sowie dank der Wiederentdeckung der römischen „Murrinen“. 1864 wird in Murano bereits ein Glasmuseum eröffnet. |